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Musiktheorie · Lektion 2 von 8

Theorie 2: Zeit

Wie Musik die Zeit gliedert — Noten- und Pausenwerte, Notenhälse, Taktarten, Metrum, Auftakt, Punktierungen und Haltebögen, Synkopen und Tempo.

2.1 Die Grundlagen der musikalischen Zeit

Willkommen, angehende Musikerinnen und Musiker, in der faszinierenden Welt der musikalischen Zeit. Wenn wir eine Seite Notentext betrachten, blicken wir im Grunde auf eine Zeitachse — eine visuelle Darstellung von Klang und Stille. Eine geschriebene Note vermittelt zwei entscheidende Informationen: ihre Tonhöhe (wie hoch oder tief sie klingt) und ihre Dauer (wie lange sie gehalten wird). Während die vertikale Position einer Note im System ihre Tonhöhe angibt, verrät ihr äußeres Erscheinungsbild — ihre Form und ihre Zusätze — ihre Länge.

Stell dir die Bestandteile einer Note als eine Reihe von Anweisungen für den Interpreten vor. Der Notenkopf, der entweder hohl oder ausgefüllt sein kann, ist das Kernelement. Seine Position im System gibt die Tonhöhe an. Manche Noten, besonders im Schlagwerk, haben keine bestimmte Tonhöhe und daher einen eigens geformten Notenkopf.

Am Notenkopf findest du unter Umständen einen Notenhals. Ob dieser Hals nach oben oder unten zeigt, ist lediglich eine Frage der notationstechnischen Grammatik und dient dazu, das Notenbild ordentlich zu halten. Wirklich wichtig sind die Zusätze am Hals, nämlich Fähnchen und Balken. Ein Fähnchen ist eine kleine, geschwungene Linie am Ende eines Halses, und jedes zusätzliche Fähnchen halbiert die Dauer der Note. Wenn mehrere Noten mit Fähnchen aufeinanderfolgen, fassen wir sie oft mit Balken zusammen — geraden Linien, die die Hälse verbinden. Diese Balkung macht die Musik nicht nur auf einen Blick leichter lesbar, sondern hilft auch, die Noten optisch zu rhythmischen Einheiten oder Schlägen zu gruppieren.

Die Grundlage aller Notenlängen ist die ganze Note, ein einfacher, halsloser, offener Notenkopf. Jeder andere Notenwert ist ein Bruchteil der Ganzen. Eine halbe Note ist, wie ihr Name schon sagt, halb so lang wie eine ganze Note. Eine Viertelnote ist ein Viertel ihrer Länge, und so weiter über Achtelnoten, Sechzehntelnoten bis hin zu noch kürzeren Werten. Genau wie in der Mathematik ergeben zwei halbe Noten die Dauer einer ganzen Note, und vier Viertelnoten tun dasselbe. Dieses elegante System erlaubt es Komponisten, eine unendliche Vielfalt an Rhythmen zu schaffen.

Die genaue reale Dauer einer bestimmten Note wird jedoch letztlich von zwei weiteren entscheidenden Elementen auf der Seite bestimmt: der Taktart, die die Schläge in Takte gliedert, und dem Tempo, das die Geschwindigkeit der Musik festlegt.

Notenwert-Baum

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